Podiumsdiskussion „Die Rolle der Nationalstaaten in der Europäischen Union“ im Rahmen der Konferenz „Nationale Identität in Europa“

Wann:
12. Februar 2019 um 5:30 pm – 7:00 pm
2019-02-12T17:30:00+01:00
2019-02-12T19:00:00+01:00
Wo:
Polnisches Institut Berlin
Burgstraße 27
10178 Berlin

Das Jahr 1918 stellt eine grundlegende Zäsur in der Geschichte Europas dar, zerfiel doch eine internationale und gesellschaftliche Ordnung, die letztlich bis auf den Wiener Kongress zurückging und vielen Menschen als unwandelbar schien. Während ein Teil der europäischen Gesellschaften die neue Ordnung, welche aus dem Chaos der Nachkriegsjahre entstand, als eine Katastrophe empfand, wurde das neu entstandene Staatensystem von Ländern wie Polen enthusiastisch begrüßt. Schließlich hatte das Land dem Zusammenbruch der Vorkriegsordnung nach 123 Teilungszeit seine neu gewonnene Unabhängigkeit zu verdanken.

Aus der Perspektive des frühen 21. Jahrhunderts mag das Festhalten am Prinzip des Nationalstaats oftmals anachronistisch erscheinen und doch zeigt nicht nur das Unabhängigkeitsstreben einzelner Regionen wie Katalonien, Flandern, Norditalien oder Schottland, sondern auch das Erstarken patriotischer Kräfte, dass der Nationalstaat alles andere als überholt ist. Betrachtet man dazu noch die gegenwärtige Situation der EU, welche sich in einem ungewissen Zwischenzustand zwischen Staatenbund und Bundesstaat befindet, stellt sich nun mit zunehmender Dringlichkeit die Frage, welche Rolle der Nationalstaat in der voranschreitenden europäischen Integration weiterhin spielen kann, spielen soll – und spielen darf.

 

17h30-19h00: 3. Panel: Die Rolle der Nationalstaaten in der Europäischen Union

Redner: Izabela Kloc (Abgeordnete im polnischen Sejm), Frédéric Petit (Abgeordneter in der französischen Assemblée Nationale), Manuel Sarrazin (Mitglied des deutschen Bundestags)

Moderation: Prof. Dr. David Engels