80 Jahre Überfall der Wehrmacht auf Griechenland und Jugoslawien: Erinnern für die Zukunft

Anlässlich des 80. Jahrestags des Überfalls der Wehrmacht auf das damalige Königreich Griechenland und das damalige Königreich Jugoslawien am 6. April 1941 erklären Claudia Roth, Sprecherin für Auswärtige Kulturpolitik, und Manuel Sarrazin, Sprecher für Osteuropapolitik:

Auch 80 Jahre nach dem Überfall der Wehrmacht darf es keinen Schlussstrich unter die Geschichte geben. Bis heute prägen die NS-Verbrechen das Leben vieler Menschen aus allen Generationen. Jahrestage wie der 6. April sind dafür da, um zu erinnern an die Opfer und an das Leid der Hinterbliebenen, an das abscheuliche Unrecht. Es ist ein Erinnern in der Gegenwart für die Zukunft.

Wir wissen um die Schuld Deutschlands und bekennen uns zu dieser historischen Verantwortung. Eine verantwortungsvolle Aufarbeitung der NS-Verbrechen und Auseinandersetzung mit der eigenen Geschichte wird in Deutschland auch zukünftig von grundlegender Bedeutung sein. Denn bis heute ist der breiten deutschen Öffentlichkeit noch immer viel zu wenig über die deutschen Verbrechen in Griechenland und den Ländern des ehemaligen Königreichs Jugoslawien während des Zweiten Weltkrieges bekannt.

Am 6. April 1941 überfiel die Wehrmacht das damalige Königreich Griechenland und das damalige Königreich Jugoslawien. Es folgten Zerstörung, Leid und Tod. Hunderttausende verloren ihr Leben. Sie wurden brutal in Vernichtungslagern oder bei Massakern ermordet, starben unter Bombardements oder an Hunger und kriegsbedingten Krankheiten. Wir verneigen uns aufrichtig vor den Opfern und ihren Angehörigen.

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