Belarus: Eishockey-WM in Minsk wäre blanker Hohn für Demokratiebewegung

Zu den Äußerungen von IIHF-Präsident René Fasel, die Eishockey-WM 2021 der Männer weiter in Minsk stattfinden lassen zu wollen, erklären Monika Lazar, Sprecherin für Sportpolitik und Manuel Sarrazin, Sprecher für Osteuropapolitik:

„Die Austragung der Eishockey-WM der Männer in Belarus wäre ein blanker Hohn für die belarusische Demokratiebewegung. Jedem ist klar, dass Lukaschenka die Eishockey-WM benutzen wird, um vorab und währenddessen die Proteste gegen seine illegitime Herrschaft niederzuschlagen.

Findet die WM wie geplant in Minsk statt, legitimiert die Internationale Eishockey-Föderation indirekt die Verbrechen Lukaschenkas. Wer riskiert, dass eine WM zu weiteren Unterdrückungen, Verhaftungen und Folterungen führt, der macht sich mitschuldig. IIHF-Präsident René Fasel kann nicht ernsthaft glauben, dass die Austragung einer Eishockey-WM zur Versöhnung zwischen der belarusischen Opposition und Diktator Lukaschenka führen kann.

Lukaschenka hat die belarusische Bevölkerung über Monate hinweg drangsaliert. Mindestens fünf Menschen sind dabei ums Leben gekommen, über 30.000 wurden verhaftet, Tausende gefoltert und misshandelt. Aktuell gibt es in Belarus über 178 politische Gefangene.“

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