Eröffnung der EU-Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien ist überfälliger Schritt – Hilfe bei Pandemiebewältigung zusagen

Anlässlich der Entscheidung des Rates für Allgemeine Angelegenheiten, die EU-Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien zu eröffnen, erklärt Manuel Sarrazin, Sprecher für Osteuropapolitik:

Heute gibt es wenigstens eine gute Nachricht für die Region des westlichen Balkans. Die Eröffnung der EU-Beitrittsgespräche mit Nordmazedonien und Albanien ist ein längst überfälliger Schritt. Viel zu lange haben einzelne EU-Staaten aufgrund innenpolitischer Interessen die Annäherung an die EU torpediert. 

Wir freuen uns für die Regierungen in Skopje und Tirana, dass ihre Reformfortschritte endlich honoriert werden. Den anstehenden Reformprozess kann die EU nun noch stärker als bislang unterstützen. 

In der aktuellen Corona-Krise werden alle Westbalkanstaaten umso mehr auf europäische Unterstützung angewiesen sein. Solidarität darf weder an nationalen, noch an den Grenzen der EU haltmachen. Der EU-Zivilschutz-Mechanismus sollte ausgeweitet und alle Staaten des westlichen Balkans am neuen rescEU-Programm zur zentralen Beschaffung und Verteilung von Schutzmaterialien und medizinischen Geräten beteiligt werden.