Meine Bewerbung im Wahlkreis Hamburg-Bergedorf Harburg

Liebe Freundinnen und Freunde,
zur Bundestagswahl im nächsten Jahr möchte ich mit Euch gemeinsam in Harburg, Bergedorf und Wilhelmsburg einen aktiven Wahlkampf führen und mit einem guten Wahlkreisergebnis bei den Zweitstimmen dazu beitragen, dass Hamburg in der zukünftigen grünen Bundestagsfraktion stark vertreten ist. Wir wollen den Stillstand unter der Großen Koalition beenden und setzen uns für neue Mehrheiten im deutschen Parlament ein. Als bekennender Harburger ist die Arbeit in unserem bunt zusammengewürfelten Wahlkreis eine Herzensangelegenheit für mich. Die vielen Jahre unserer Zusammenarbeit haben mich in alle Ecken des Wahlkreises geführt, von der Ohe und dem Zollenspieker Fährhaus, über den Wilhelmsburger Osten und das Harburger Kerngebiet bis hin nach Neuenfelde und Cranz. In spannenden Gesprächen hatte ich die Gelegenheit zu erleben, was die Menschen bewegt und was die spezifischen Herausforderungen von Bergerdorf und Wilhelmsburg sind. Harburg verbindet im Binnenhafen den traditionsreichen Arbeiterstadtteil mit aufstrebender Start-Up-Szene. Wilhelmsburg ist bunt und vielfältig – und zwar nicht erst seit dem Engagement im Zuge von IGS und IBA. Bergedorf ist Kulturlandschaft und Pionier für Erneuerbare Energien.

Überall im Wahlkreis begegnen uns wichtige Themen, für die ich auch in den nächsten Jahren Ansprechpartner und Vertreter in unserer Fraktion in Berlin und in der Bundespolitik sein möchte: Beispielsweise durchquert so gut wie aller landgebundener Hafenverkehr in Hamburg unseren gemeinsamen Wahlkreis. In den letzten Jahren habe ich mich deswegen in Berlin und in Hamburg für die Interessen des Süderelberaums und Bergedorfs eingesetzt und mich für den Ausbau des öffentlichen Personennahverkehrs und der Hafenbahn stark gemacht. Verkehrsthemen werden auch in den kommenden Jahren wichtig bleiben, sei es die Durchbindung der Metronom-Züge, der Umbau des Eisenbahnknotens Harburg oder die Entwicklung eines konkurrenzfähigen schienengebundenen ÖPNV-Angebots nach Geesthacht, das Bergedorf von Autoverkehr entlasten würde. Im Wahlkreis stehen in der kommenden Legislatur aber auch unschöne und schwierige politische Fragen an: Mit der Planfeststellung der von uns immer bekämpften A26-Ost wird in absehbarer Zeit begonnen und die Frage der Elbvertiefung steht vor dem Bundesverwaltungsgericht zur Entscheidung an. Hier können wir – ganz abseits unserer weiterhin richtigen und wichtigen grundsätzlichen Positionierung für den Bundesverkehrswegeplan – durch konkrete Arbeit vor Ort versuchen, etwas zu verändern. So müssen etwa die Konditionen eines möglichen ÖPP-Projekts für die neu benannte Hafenquerspange genau kontrolliert werden. Ich will mich aber auch weiterhin für die Interessen der Anwohnerinnen und Anwohner des Ästuarbereichs der Elbe einsetzen, die – ebenso wie die Natur vor Ort – immer mehr unter stärkeren Strömungsgeschwindigkeiten und Verschlickung zu leiden haben.

Aber auch die globale Flüchtlingskrise betrifft unseren Wahlkreis direkt, sie ist eine der prägenden
Herausforderungen unserer Zeit. Der Harburger Bahnhof war im vergangenen Jahr ein Ort von weltpolitischer
Bedeutung, als dort Hunderte Flüchtlinge aus den Zügen aus Österreich von uns begrüßt wurden. Humane und
gerechte Leitlinien lassen sich zwar nur im Dialog mit unseren europäischen Partnern finden, aber nur in der politischen Arbeit vor Ort kann Nachbarschaft entstehen und Integration gelingen. Integration heißt von Nettelnburg und Allermöhe bis Neuwiedenthal und Sandbek, es heißt aber auch, dass wir weiter an der Integration jener Menschen arbeiten, die schon vor längerer Zeit hierhergekommen sind. Die Stigmatisierung vieler Deutscher aus Russland als einer Art fünfter Kolonne Putins im Zuge der Lisa-Debatte hat mich mit großer Sorge erfüllt. Die Entwicklungen in Russland und Zentraleuropa werden in unserem Wahlkreis mit besonderem Interesse verfolgt. Nicht immer gefallen uns die politischen Ansichten vieler der Menschen, die in der Sowjetunion groß geworden sind. Umso wichtiger ist es, gerade für diese Menschen ein Ansprechpartner für Dialog und respektvollen Streit zu sein.

In den letzten Jahren habe ich federführend dazu beigetragen, grüne Themen überregional zu vernetzen. Seit Jahren organisieren wir das grüne Süderelberaumtreffen; im Moment arbeiten wir an der konkreten Vernetzung der Grünen im Bereich Fahrradpolitik über die Landesgrenze hinweg. Wir haben beim Thema Fracking gezeigt, dass koordinierte Zusammenarbeit über die Grenzen Hamburgs hinaus zum Erfolg führt: Zusammen mit den
Grünen Nachbarn aus Schleswig-Holstein haben wir das Thema Fracking auch auf die Bühne der Hamburger
Politik gehoben und letztlich eine verbindliche politische Ansage im Koalitionsvertrag festgeschrieben: Fracking
wird in Hamburg nicht genehmigt werden. Ich bin überzeugt, dass diese Zusammenarbeit bei den genannten
verkehrspolitischen Themen unseren gemeinsamen Positionen stärkeres Gewicht geben wird. Es gibt aber auch
andere Themen, die aus meiner Sicht für den Wahlkreis und die Metropolregion insgesamt prägend und wichtig
sind und die ich gerne unterstützend begleiten würde.

Für alle drei Teile des Wahlkreises gilt, dass sie – in für Hamburg außergewöhnlichem Maße – über bedeutende
Umwelt- und Kulturräume verfügen. Diese sind im Bewusstsein vieler Hamburger zwar abstrakt präsent, politisch
könnte für sie allerdings weit mehr getan werden. Bergedorf, Harburg und Wilhelmsburg haben in ihren
Elbmarschgebieten einmalige Landschaften und wundervolle Naturschutzgebiete, aber eben auch intensive
landwirtschaftliche Nutzung. Durch meine kleine Tochter weiß ich, wie wichtig es für Familien in einer Großstadt
wie Hamburg ist, Rückzugsräume gut erreichen zu können, in denen unsere Kinder Natur und Landwirtschaft
erleben und Wasser, Erde und Pflanzen spüren können. In unserem gemeinsamen Wahlkreis können alle
Hamburgerinnen und Hamburger solche Orte finden. Dies soll auch in Zukunft so bleiben. Unser Wahlkreis hat
deswegen auch überregional eine große Bedeutung als Naherholungsraum und außerdem noch große Potentiale
im Tourismus. Viele davon lassen sich entwickeln, wenn man über die Landesgrenzen hinweg am Erhalt von
Natur- und Kulturlandschaft arbeitet und diese Landschaften noch stärker auf die politische Agenda in Hamburg,
Kiel, Hannover und Berlin setzt. Die anstehenden Neuverhandlungen der europäischen Agrarmittel, die im EU-
Ausschuss des Bundestags diskutiert werden, können hier auch neue Chancen für den Wahlkreis bringen.

Das sind nur einige der Themen, an denen ich gerne weiter mit Euch zusammen arbeiten möchte. Dabei ist für
uns im Wahlkreis natürlich immer sehr wichtig zu betonen, dass wir vergleichsweise kleine Strukturen und
Kapazitäten haben. Umso wichtiger ist es, zusammenzuarbeiten und gemeinsam anzupacken. Ich habe große Lust, meine Kraft und mein Engagement in einen aktiven und kreativen Wahlkampf in Wilhelmsburg, Bergedorf und Harburg einzubringen und in guter Zusammenarbeit mit Euch gemeinsam für unsere grünen Ideen vor Ort zu werben.

Ich habe bereits angekündigt, mich auf der Landesmitgliederversammlung Ende November wieder um den
zweiten Listenplatz der Hamburger Grünen zur Bundestagswahl zu bewerben. Ich würde mich sehr freuen, wenn
ich dies als Euer Direktkandidat für den vielfältigsten und spannendsten Wahlkreis in Hamburg tun darf Falls ihr
Fragen, Anregungen oder Redebedarf habt, meldet Euch jederzeit bei mir direkt unter manuel@manuel-
sarrazin.de oder in meinem Wahlkreisbüro unter manuel.sarrazin@wk.bundestag.de. Ich stehe Euch gerne zur
Verfügung.

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(Die Bewerbung findet ihr mit einem Klick auf das Symbol als .pdf )