CC-BY-SA 3.0 Manuel Sarrazin

Veranstaltungsbericht: Griechen, Geschichte und Geschmack

Wer am vergangenen Freitag im Büro der GRÜNEN Eimsbüttel schwarz sah, blickte vermutlich auf die Schalen voll leckerer, dunkler Kalamata-Oliven. Manuel hatte zusammen mit den GRÜNEN Eimsbüttel und dem Förder- und Freundeskreises Elliniko e.V. zum Alternativprogramm eingeladen.

Manuel Sarrazin berichtete von seinem Besuch einer Olivenplantage mit ökologischem Landbau: „Es klingt immer so niedlich: mit Bio und so lässt sich Griechenland retten. Dabei vergisst man aber, dass 15% der Beschäftigten Griechenlands im Agrar- und Lebensmittelbereich arbeiten“, so Manuel Sarrazin.
Nun unterstützen Manuel und die GRÜNE Bundestagsfraktion den Aufbau einer Lobby der Bio-Bauern vor Ort.

Jeder bewusste Konsument kann durch Unterstützung direkter Vertriebsstrukturen in den europäischen Markt einen Beitrag leisten, denn: „Griechenland ist mehr als Krise“, so Manuel.

Kalliopi Brandstäter vom Förder- und Freundeskreis Elliniko e.V. kennt viele Projekte, die einen Teil ihres Gewinns in soziale Projekte investieren. 2013 hatte sie von der ehrenamtlich geführten sozialen Arztpraxis Ellinikó in Athen gehört. Aus ihrem anfänglichen Wunsch zu helfen entstand der Verein, der inzwischen Babynahrung, Medikamente und auch teure medizinische Geräte für das Krankenhaus organisiert. Ehrenamtlich und fair: So werden die Medikamente in Griechenland bei Apotheken gekauft, die zuvor in einem Losverfahren ausgewählt werden.

Brandstäter hilft, wo sie nur kann: Vor Ort in Griecheland. In Brüssel, wo sie mit Unterstützung von Rebecca Harms vor Kurzem eine Zweigstelle des Förder- und Freundeskreises eröffnet hat. Oder zu Gast bei den GRÜNEN Eimsbüttel. „Als ich Ellinikó besuchte, hatte ich Tränen in den Augen und sagte zu mir ‚Hier will ich mich engagieren.‘ Aber die Helferinnen und Helfer vor Ort sagten mir ‚Wir brauchen dich nicht hier, wir brauchen dich in Deutschland.‘“, so Brandstäter.

Die Menschen in Deutschland zeigen sich solidarisch mit der griechischen Bevölkerung und dafür sei sie dankbar.
So schmeckten die Kalamata-Oliven nur noch besser.

Unter elliniko-friends.eu kann man sich über den Förder- und Freundeskreis informieren.