Veranstaltungsbericht: Rund um Alster und rund um Radverkehr

Fahrradtour HH-Mitte mit Matthias Gastel, 23. Mai 16

Zu Hamburg gehören Lange Reihe und Alsterradweg, Gänsemarkt und Mönckebergstraße. Und zu Hamburg gehört typisch hanseatisches Regenwetter. Am vergangenen Montag luden Manuel und Martin Bill aus der Bürgerschaftsfraktion Matthias Gastel, MdB und Mitglied des Verkehrsausschusses im Bundestag, und 16 Interessierte zu einer Fahrradtour ein. Rund um die Alster und rund ums Thema Radverkehrsförderung.

Manuel, der die rot-grüne Koalition in Hamburg mitverhandelt hat, ist stolz auf den spürbaren Wandel: „Wir wollen Hamburg zur Fahrradstadt machen. Darum haben wir hart gekämpft und dieses Ziel prominent im Koalitionsvertrag platziert.“

Schon der Start- und Treffpunkt am Hauptbahnhof bot einen Einstieg in das Thema Radverkehrsförderung in Hamburg: Das StadtRAD wird in der gesamten Stadt gut angenommen, auch Harburg und Bergedorf freuen sich über das Angebot und die Neuausschreibung steht im kommenden Jahr an. Martin berichtete über die laufende Diskussion zum Standort eines Fahrradparkhauses am Hauptbahnhof. „Wir diskutieren in der Stadt nicht mehr das OB der Radverkehrsförderung, sondern nur noch das WIE“, so Martin, der in der Bürgerschaftsfraktion verkehrspolitischer Sprecher ist.

Auf Klapprad, StadtRAD, Hollandrad und Rennrad ging es durch die lange Reihe und dann auf das östliche Alsterufer, den „Alsterradweg 1“. An der umstrittenen Zählsäule wurde halt gemacht.

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Georg Sommer, ADFC-Mitglied und zugenannter Bürger der GRÜNEN Bezirksfraktion in Hamburg-Mitte, erklärte, warum diese erste Zählsäule Symbolcharakter hat: „Nichtmal die BWVI [Behörde für Wirtschaft, Verkehr und Innovation] hätte vor der automatischen Zählung gedacht, dass hier täglich so viele Leute auf dem Rad unterwegs sind.“

 In Blickrichtung des Rathauses, des Michels und der Binnenalster schoben sich schwere Regenwolken in Richtung der Gruppe. Die Alltagsradler in der Gruppe rüsteten sich mit Regenponcho und Regenjacke, kurzerhand wurden Regenschirme von Budni organisiert.

Die Route führte an vielen Positiv- aber auch manchen Negativbeispielen entlang: Linksabbiegerspuren an Kreuzungen, fahrradgerechte Baustellenführungen, Radschutzstreifen und Zweirichtungsradwege.
Matthias Gastel kennt alle diese Punkte gut: „Es freut mich, zu sehen, dass die Diskussionen hier in Hamburg die gleichen zeitgenössischen und wichtigen Diskussionen wie in Berlin, London oder New York sind.“

Zum Schluss hatten sich die Regenwolken verzogen. Die Gruppe bedankte sich beim ADFC und Georg Sommer für die Routenführung und die Ausführungen. Matthias, der aus Baden-Württemberg stammt, wird viele Eindrücke mitnehmen: Es gibt viel zu tun in Sachen Radverkehr, aber die GRÜNEN Regierungsbeteiligungen packen das energisch an. An manchen Dingen allerdings wird sich nichts ändern lassen: Weder am Auf-und-Ab der schwäbischen Alb, noch am Hamburger Regen.

 

 

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