Pressemitteilung: Gefangenen-Patenschaft – Manuel Sarrazin adoptiert Mikalai Dziadok

Manuel Sarrazin, Mitglied des Deutschen Bundestages und Sprecher für Europapolitik der Fraktion „Bündnis 90 / Die Grünen“, übernimmt eine Gefangenen-Patenschaft für Mikalai Dziadok.

Zu seinem Engagement erklärt der Abgeordnete des Bundestages:

„Als Bundestagsabgeordneter fordere ich die sofortige und bedingungslose Freilassung von Mikalai Dziadok. Ich bin sehr besorgt über die unbegründete Anwendung des Artikels 411 StGB der Republik Belarus. Der Artikel „Vorsätzlicher Ungehorsam gegen die Gefängnisverwaltung“ wird, wie im Fall von Mikalai Dziadok genutzt, um grausame und erniedrigende Behandlungen gegenüber politischen Gefangenen in den belarussischen Gefängnissen zu legalisieren.“

Das Patenschafts-Programm für die politischen Gefangenen in Belarus wurde von der Menschenrechtsorganisation Libereco – Partnership for Human Rights initiiert, um die Gefangenen und ihre Angehörigen zu unterstützen.

Mikalai Dziadok, ein Mitglied der belarussischen „Anarchisten-Gruppe“, wurde am 27. Mai 2011 zu viereinhalb Jahren Haft in einer Strafkolonie verurteilt. Seit dem 3. September 2010 ist er unrechtmäßig inhaftiert. Das Urteil basiert auf einem Ermittlungs- und Gerichtsprozess, der mehrere Verfahrens- und Menschenrechte Dziadoks und der Zeugen verletzte.

Im Februar 2015 wurde Dziadok nach dem Artikel 411 StGB der Republik Belarus zu einem weiteren Jahr Gefängnis verurteilt. Er befand sich inzwischen mehrmals in Isolierhaft unter unerträglichen Bedingungen.

Belarussische und internationale Menschenrechtsorganisationen betrachten Mikalai Dziadok als politischen Gefangenen und fordern seine sofortige und bedingungslose Freilassung.

 

 

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