Businessmen Shanking Hands

Bericht: Rundgang zur Eurokrise durch Altona

Ob Hafen, HSH-Nordbank oder Wirtschaft – die Krise in der Eurozone spielt für Hamburg eine viel größere Rolle als sich viele vorstellen können. Das zeigt allein ein Blick auf die Verflechtungen Hamburger Unternehmen in den so genannten Krisenländern Griechenland, Portugal, Zypern und Spanien: über 1.500 Hamburger Unternehmen exportieren in diese Länder, 376 haben dort eine Niederlassung.

Auf dem Rundgang zur Krise in der Eurozone erklärt Manuel Sarrazin, warum der Euro und die Europäische Union für Hamburg wichtig sind und wie sehr die Stadt wirtschaftlich von den europäischen Partnern abhängt. Er erklärt aber auch, wie es zu dieser Krise kommen konnte und was sich hinter Begriffen wie Bankenkrise, Rettungsschirmen, etc. verbirgt.

Der Rundgang durch Altona stand ganz im Zeichen der wirtschaftlichen Abhängigkeit des Hamburger Hafens. Auf dem Altonaer Balkon verdeutlichten Manuel und Anjes Tjarks, der Direktkandidat für Altona, dass knapp 60 Prozent der Exporte Deutschlands in andere EU-Staaten gehen und Hamburg daher ein großes Interesse an einer funktionierenden Wirtschaft in der EU habe.

Manuel ging aber auch auf die aktuelle Lage ein. Die Bundesregierung versuche das Thema derzeit totzuschweigen – das dürfe aber nicht darüber hinweg täuschen, dass die Krise in der Eurozone noch nicht vorbei sei. Weitere Hilfen für Griechenland seien notwendig. Nach wie vor sei auch das Liquiditätsproblem der Unternehmen in vielen Ländern nicht gelöst. In Portugal musste z.B. ein Unternehmen einen Auftrag der Stadt Kopenhagen für mehrere tausend Fahrräder ablehnen, da es keine Bank fand, die ihm für dieses sichere Geschäft einen Kredit gegeben hätte.

Sie können selbst an einem Rundgang zur Krise in der Eurozone teilnehmen. Eine Anmeldung ist jeweils nicht notwendig:

Rungang in Harburg am 25. August 2013

Rundgang in Eimsbüttel am 4. September 2013

Rundgang in Nord am 11. September 2013