Pressemitteilung GRÜNE Hamburg: SPD-Senat hätte Fracking verhindern können

In der Expertenanhörung zum Thema Fracking des Hamburger Umweltausschusses am gestrigen Donnerstag konnten Zweifel an der Gas-Fracking-Technologie nicht ausgeräumt werden.

Manuel Sarrazin, stellvertretender Landesvorsitzender der Hamburger GRÜNEN: „Die Pläne für das Gas-Fracking bedrohen Trinkwasser, Kulturlandschaft und Wohn- und Naherholungsgebiete, die für Hamburg von unschätzbaren Wert sind. Die Vorstellung, dass in Harburg und Bergedorf unzählige Bohrstellen errichtet werden, ist absurd. Die Zustimmung der Hamburger SPD zu den Gas-Fracking-Plänen  und das Verhalten von Schwarz-Gelb im Bund zeigt, wie wichtig starke Grüne sind, um Gas-Fracking zu verhindern. Umweltminister Altmaier und Bürgermeister Scholz müssen endlich einsehen: Hamburgs Zukunft liegt wirklich nicht im Bergbau.“

Jens Kerstan, Vorsitzender der Grünen Bürgerschaftsfraktion: „In der Anhörung ist klar geworden, dass der Hamburger Senat die Aufsuchungserlaubnis für das „Erlaubnisgebiet Vierlande“ hätte verweigern können. Anstatt die Sorgen der Bürgerinnen und Bürger und die bekannten Gefahren ernst zu nehmen hat der Senat jedoch wieder einmal zu Gunsten der großen Energiekonzerne entschieden. Es wurde außerdem deutlich, dass es ein erprobtes und umweltfreundliches Entsorgungskonzept für den Flowback und die Lagerstättenwasser noch nicht gibt. Nicht einmal ein volkswirtschaftlicher Nutzen, der –unabhängig von allen anderen Parametern – eine Grundvoraussetzung für den Einstieg in diese Risikotechnologie sein sollte, konnte von den Experten dargestellt werden.“

Am 6. August 2013 hat der Landesvorstand der Hamburger GRÜNEN dem Gas-Fracking in Hamburg und anderswo eine klare Absage erteilt. Der Landesvorstand fordert eine klare gesetzliche Regelung, die es ermöglicht, Gas-Fracking effektiv zu verhindern. Mit dem Beschluss rufen die GRÜNEN Hamburg auch zur Teilnahme an der Demonstration „Keine Stimme für Fracking“ am 31. August 2013 in Hamburg auf.

 

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