Pressemitteilung der Hamburger Grünen: Statt GAL nun Grüne – weiterhin alternative Politikentwürfe

Mit einer deutlichen Zwei-Drittel-Mehrheit haben sich die Hamburger Grünen  dafür entschieden, künftig nur noch „Bündnis 90/Die Grünen Hamburg“ zu heißen. Der Zusatz „Grün-Alternative-Liste“ fällt damit weg. Die Kurzbezeichnung ändert sich von „GAL“ in „Grüne“. Die Entscheidung fiel nach lebhafter und konstruktiver Debatte. Am Ende stimmten 120 dafür, 37 gegen, bei vier Enthaltungen.

 

Katharina Fegebank, Landesvorsitzende der Hamburger Grünen: „Das war eine erfolgreiche Landesmitgliederversammlung. Nun steht grün drauf, wo grün drin ist. Wir haben uns dafür entschieden, jetzt so zu heißen wie unser Bundesverband und die anderen 15 Landesverbände. Unabhängig von der Debatte um den Namen stehen wir weiterhin dafür, als Ideen- und Konzeptpartei alternative Politikentwürfe im Dialog mit den Menschen in die Stadt zu tragen. Heute haben wir das mit der Diskussion um norddeutsche Kooperation und einem klaren Bekenntnis zu einem starken und solidarischen Europa deutlich gemacht.“

 

Manuel Sarrazin MdB, stellvertretender Landesvorsitzender der Hamburger Grünen, erklärte die Hamburger könnte sich auf Dauer nicht leisten, auf das Umland zu verzichten. Grenzüberschreitende Kooperation sei dringend erforderlich. Sarrazin:„Wir Hamburger müssen erkennen, es hat sich außerhalb unseres Rathauses einiges geändert: Zusammenarbeit und Kooperation in der Region ist wichtiger denn je. Damit Hamburg die Energiewende schafft, beim Klimaschutz durch innovative Verkehrskonzepte vorangehen und in der Europäischen Union seine Interessen wirkungsvoller durchsetzen kann, müssen Hamburg, das Umland und der ganze Norden mehr und besser zusammenarbeiten. So vieles wäre möglich.“

 

Robert Habeck, Spitzenkandidat der Grünen in Schleswig-Holstein, beglückwünschte als Gastredner auf dem Parteitag als Erster die Hamburger Grünen zu ihrer Namensänderung. Er unterstützte die Initiative, das Thema Norddeutsche Kooperation stärker ins Bewusstsein der Menschen zu rücken und unterstrich die Bedeutung einer intensiveren Zusammenarbeit in den unterschiedlichen Politikfeldern zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein. Dabei betonte er, dass die Kooperation mit den Menschen und für die Menschen entwickelt werden muss.

 

Der Antrag zur Norddeutschen Kooperation wurde einstimmig angenommen, ebenso die Europa-Resolution.

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