Pressemitteilung: Vattenfall schweigt weiter zu Vorkommnissen in Krümmel und Brunsbüttel

Zu einem an Vattenfall gerichteten Brief und der Antwort des Schreibens erklären der schleswig-holsteinische Bundestagsabgeordnete der Grünen, Dr. Konstantin von Notz und der Hamburger Bundestagsabgeordnete Manuel Sarrazin:

 

Ende Februar wurden  im AKW Brunsbüttel verrostete Fässer mit radioaktiv strahlendem Atommüll entdeckt.  Bei einer daraufhin angeordneten Überprüfung der Lagerpraktiken an anderen Standorten kamen auch bezüglich des AKW Krümmel erschreckende Erkenntnisse zu Tage.Vattenfall erklärte auf Nachfrage, dass auch unter diesem Kraftwerk in Geesthacht hunderte Fässer mit radioaktivem Abfall lagern.

Über den Zustand der Fässer, die gleichen Bautyps wie die in Brunsbüttel sind, könne man keine Angaben machen, da die Strahlung in dem Lager zu hoch sei. Die Aussagen, man könne keine Mitarbeiter in die Lagerstätten entsenden und auch Kameras würden der Strahlungsbelastung auf Dauer nicht Stand halten, haben viele Menschen beunruhigt.

 

Am 20. März 2012 richteten wir als Abgeordnete einen gemeinsamen Brief an den Betreiber Vattenfall und baten die Verantwortlichen um die Beantwortung eines umfangreichen Fragenkatalogs. Nun hat uns die Antwort erreicht. In ihr wird lapidar auf die Einhaltung behördlicher Vorgaben verwiesen. Auf die differenzierten Fragen selbst gingen die Verantwortlichen leider mit keinem Wort ein.

Zu unserem Bedauern wurden wir durch die Antwort Vattenfalls einmal mehr darin bestärkt, dass der Betreiber es vorzieht, zu desinformieren und allenfalls das zuzugeben, was ohnehin nicht mehr zu leugnen ist.

 

In einem weiteren Schreiben haben wir nun noch einmal auf die Beantwortung der Fragen gedrängt, die auch besorgte Anwohnerinnen und Anwohner an uns gerichtet haben. Unabhängig von der Beantwortung der Fragen, behalten wir uns auch ausdrücklich eine juristische Überprüfung der Vorfälle und Zustände vor.

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