Pressemitteilung des Tibet-Gesprächskreises: „Lage in Tibet spitzt sich dramatisch zu“

Der Tibet – Gesprächskreis im Deutschen Bundestags hat letzte Woche den Sondergesandten des Dalai Lama für Europa, Herrn Kelsang Gyaltsen, getroffen. Der Gesandte des Dalai Lama hat die Abgeordneten des Tibet Gesprächskreis über die aktuellen besorgniserregenden Entwicklungen in Tibet unterrichtet.

„Die Lage in Tibet spitzt sich derzeit dramatisch zu: Aus Protest gegen die chinesische Unterdrückung und die verzweifelte Lage der Menschen setzten sich seit März 2011 23 tibetische Mönche und Nonnen in Brand.  Die Situation in Tibet und insbesondere in den Klöstern, in denen die Religionsfreiheit immer mehr eingeschränkt wird, ist besorgniserregend“, so die Vorsitzende Sabine Weiss MdB und Co- Vorsitzenden Sabine Bätzing – Lichtenthäler MdB, Harald Leibrecht MdB und  Manuel Sarrazin MdB nach dem Gespräch mit Herrn Gyaltsen.

„Die internationale Gemeinschaft müsse zu einer einheitlichen und deutlicheren Haltung zur Situation in Tibet finden“, so der Sondergesandte: „Hilfreich seien vor diesem Hintergrund die Ernennung eines europäischen Koordinators für Tibet, der für Europa mit einer Stimme im Tibet- Konflikt sprechen kann, aber auch parlamentarische Initiativen in europäischen Parlamenten.“

Die Abgeordneten des Gesprächskreises zeigten sich zutiefst besorgt über die Menschenrechtslage in Tibet und die aktuelle Selbstverbrennungswelle von Mönchen und Nonnen.

„Wir unterstützen ausdrücklich den Aufruf an die internationale Gemeinschaft, Peking mit Nachdruck zu Dialog und Achtung der Menschenrechte in Tibet aufzufordern und unterstützen entsprechende Initiativen“, so die Vorsitzende und Co- Vorsitzenden.

Der Tibet – Gesprächskreis wurde im Mai 1995 anlässlich einer Anhörung zur Situation in Tibet im Auswärtigen Ausschuss mit dem Ziel gegründet, im Parlament ein Bewusstsein für die Tibet – Problematik zu schaffen und zusammen mit zivilgesellschaftlichen Akteuren Mittel und Wege zu finden, wie deutsche Politik zur Verbesserung der Lage in Tibet beitragen kann.

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