Bericht: Hintergrundgespräch mit dem Außenminister der Republik Ungarn, Prof. Dr. János Martonyi (Parlamentariergruppe Europa-Union im Deutschen Bundestag)

 

Am 4. April besuchte der ungarische Außenminister Prof. Dr. János Martonyi die deutsche Hauptstadt um mit Kanzlerin Angela Merkel und seinem Amtskollegen, Außenminister Guido Westerwelle zu treffen. Er kam zudem der Einladung der Parlamentariergruppe Europa-Union im Deutschen Bundestag nach und stellte sich im Rahmen der Veranstaltung den Fragen der mehr als vierzig eingeladenen Gäste. Das Gespräch wurde von Manuel geleitet, der der Parlamentariergruppe vorsitzt.

Ungarn bekleidet in einer höchst ereignisreichen Zeit die Ratspräsidentschaft der Europäischen Union. Im Rahmen des Hintergrundgesprächs sprach Herr Martonyi über die größten Herausforderungen und wichtigsten Zielsetzungen der ungarischen Präsidentschaft. Mit dem Vertrag von Lissabon habe die Union einen Regelwerk, dass diesen Herausforderungen gerecht wird. Die ungarische Ratspräsidentschaft hat vom Anfang an ambitionierte Vorhaben und wird in den kommenden drei Monaten weiterhin daran arbeiten, ihre Prioritäten, wie das Projekt „Europa 2020“, oder die Roma-Strategie voranzubringen.

 

Sehr wichtig ist Ungarn die europäische Donaustrategie. Diese einzigartige makroregionale Entwicklungsstrategie soll noch während der ungarischen Ratspräsidentschaft verabschiedet werden. Laut Herrn Martonyi greift die Strategie die kulturelle Vielfältigkeit der vierzehn Mitgliedstaaten auf und etabliert ein „Ost-Mitteleuropa, woran wir glauben“.

 

Anlässlich der Katastrophe in Japan äußerte sich der Außenminister über die Wichtigkeit der Ausarbeitung einer gemeinsamen europäischen Energiepolitik, die auch die Diversifizierung der Energiequellen mit berücksichtigt. Er befürwortet die Schaffung eines gemeinsamen europäischen Energiemarktes  bis 2014.

 

Zudem bleibt das Ziel der Ratspräsidentschaft, die Beitrittsverhandlungen mit Kroatien schnellstmöglich abzuschließen um den südlichen Nachbarstaat schon in der nahen Zukunft als Mitglied der Europäischen Union begrüßen zu dürfen.

 

Ungarn bemüht sich, dem Slogan des Präsidiums „Strong Europe with a human touch“ entsprechend, die Vertiefung der Integration und die Stärkung Europas in den kommenden drei Monaten weiterhin voranzubringen. Herr Martonyi hofft am 1. Juli die Ratspräsidentschaft einer starken und stabilen Union an Polen übergeben zu können.

 

Einen ausführlichen Bericht finden Sie auf der Webseite des Deutschen Bundestages.

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