Sarrazin und Waldowsky zu Gesprächen in Hamburgs Partnerstadt

Zu ihrem Besuch in Hamburgs Partnerstadt St. Petersburg und zu ihren Gesprächen mit der Leiterin der Menschenrechtsorganisation Memorial, Irina Flige, erklären Manuel Sarrazin, Mitglied im Europaausschuss des Bundestages, und Andreas Waldowsky, Mitglied im Europausschuss der Hamburgischen Bürgerschaft:

„Oppositionsgruppen und Nicht-Regierungsorganisationen stehen in unserer Partnerstadt St. Petersburg unter starkem Druck. Das verurteilen wir. Behörden verhindern ein schwul-lesbisches Filmfestival oder beschlagnahmen Computer und Festplatten der Menschenrechtsorganisation Memorial.

Wir Hamburger fühlen uns als Freunde unserer Partnerstadt St. Petersburg. Gerade deswegen setzen wir uns auch im Rahmen der Städtepartnerschaft dafür ein, dass Repressionen gegen Memorial aufhören müssen. Die Aufarbeitung des Stalinismus durch Memorial ist zentral für die demokratische Entwicklung. Wir stehen für Demokratie, Menschenrechte und den Aufbau einer Zivilgesellschaft in einer Partnerschaft auf Augenhöhe. Das darf durch die Behörden nicht verhindert werden.“

Sarrazin und Waldowsky werden auf ihrer von Freitag bis Sonntag dauernden Reise auch Ella Poljakowa, Vertreterin der „Soldatenmütter“, treffen. Die Soldatenmütter kämpfen gegen Misshandlungen und Missstände in der russischen Armee. Außerdem ist ein Gespräch mit Boris Pustynzew, Vorsitzender der Menschenrechtsorganisation Citizens Watch, geplant.

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